"Heute Nichts" würde in Fedors Tagebuch stehen, wenn er eines führen würde. (Jacques Loustal)
AEG Industrieanlage Oberspree um 1928-29
Das Bild dokumentiert den Baubestand der Anlage nach der Fertigstellung des Gebäudes A8 von Ernst Ziesel (1880-1946). Kurz nach der Fertigstellung wurden, wie auf dem Bild zu sehen ist, die Spreehallen errichtet.
Zielsetzung dieser ZMS-Instanz ist es, zu ermitteln, wie die typische Blog-Funktionalität mit ZMS als general-purpose CMS auf einfache Weise realisiert werden kann.
Hierbei handelt es sich vor allem um
Daneben soll das Ganze auch als Experimentierplattform für Erstellung und Integration von Web 2.0 -artigen Inhalten wie Google-Maps, Podcasts und SVG- Objekten dienen.
Minimalistisches Verpackungsdesign der frühen 60er: bei einer Umräumaktion aufgetauchte Leinen Taschentuch-Schachtel einer obsoleten Bielefelder Traditionsmanufaktur
FdGPano.mov
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Die Ruhrbarone suchen leerstehende Gebäude- sie wollen, dass über kulturelle Zwischennutzungen diskutiert wird. Im Ruhrgebiet wird leider gerne nach der Devise "Weg mit dem Schandfleck" verfahren- glücklicherweise wird man diese Kahlschlagspolitik aus pekuniären Gründen nicht mehr lange betreiben können. Ich denke dabei jedenfalls gleich das Kreiskirchenamt: ein vergessenes Städtebauliches Kleinod mit leichten Bergschäden in abseitiger Lage auf einer der ruhrgebietstypischen Infrastruktur-Inseln. Errichtet um 1916 von Oskar Schwer, BDA als Hauptverwaltung der Zeche Friedrich der Große, nach deren Schliessung ab 1970 im Eigentum der evangelischen Kirche Kreiskirchenamt, steht der in neobarocken Formen angelegte Prachtbau im Fluchtpunkt einer herrlich zugewachsenen Platanenallee nun schon seit Jahren leer. Die holzgetäfelten Arbeits- und Konferenzräume des Generaldirektors Albert Klein sollen im Originalzustand erhalten sein...

Böse Zungen mögen meinen dass bereits der Titel eine contradictio in adjecto darstellt. Es gibt aber durchaus ein paar reizvolle Gebäude im Umkreis...
Logo für Jazzanova (möglicherweise von Paulo Arraiano)
Heute wurde der Flughafenpark Tempelhof eröffnet. Es flanierten die Massen, die Stimmung war angenehm nicht überkommerziell, ähnlich wie seinerzeit bei der Christo-Reichstagsverhüllung. Radler die mit breitem Grinsen über die Landebahn rasen. Viele verschiedene Drachen. Diverse Naturschutz und Guerilla-Gardening Initiativen. Ich habe ja immer geunkt dass das Mist sei, nie funktionieren könne, man dieses Gelände nur als Flughafen vernünftig nutzen könne etc. Das muss ich wohl revidieren. Durch diesen pfiffigen Zwischennutzungs- Schachzug der Senatsverwaltung- scheint der Flughafenbefreiungsbewegung einiger Wind aus den Segeln genommen. Lagerfeuer und Zelten ist natürlich verboten; Abends wird schön abgeschlossen.

In der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts gab es eine Vielzahl von oft exquisit ausgestatteten Bauperiodika. Einige dieser Publikationen stehen inzwischen im Volltext zum Download zur Verfügung. Auch hat sich das Antiquariat Thomas Haker auf den Sektor spezialisiert. Hier eine (unvollständige) Aufstellung:
Auf unnötig rabiate Weise wird im Adlershofer Technologiepark ein Vorkriegs-Laborgebäude entkernt: Hunderte von Quadratmetern bestes Eichenparkett wurden herausgerissen und auch diese originellen alten Glasbausteine, die den ewig langen Mittelgang in submarines Licht tauchten. Ob der Bau wohl von Paul Renner ist?
Ausflug zur Becher-Ausstellung im Quadrat/Bottrop unternommen. Sehr lohnenswert! Alles 50/60 s/w. Auch Josef Albers wirkt live ungeahnt lebendig: schöne Farbkombinationen und gar nicht so flach wie es Drucke suggerieren. Das Museum angenehm leer. Konzipiert 1974 von Bernhard Küppers liegt es in einem grosszügigen Park. Eine leicht verstaubte frühgeschichtliche Sammlung gibt es dort auch noch; eigentlich gehörte deren poppige Infografik in Helvetica als Gesamtkunstwerk in ein Museum- wenn sie dort nicht schon wäre. Hoffentlich hat keiner Geld, das zu modernisieren...

Wer hätte das gedacht-nach all den Jahren! Ein kleiner Schritt für die Menschheit aber ein weiterer Nagel im Sarg von Adobe Flash®
Heute vor 100 Jahren beging San Micheli Wolkenstein Selbstmord. Es liess sich nicht rekonstruieren, wieso, seine Bauten sind verschwunden, in der Literatur taucht er allenfalls am Rande auf, als Mitarbeiter und Landsmann des Theaterarchitekten Oskar Kaufmann. Auf den wenigen verbliebenen Fotografien sieht man Villen, die zu ihrer Zeit ähnlich aus dem gesellschaftlichen Rahmen gefallen sein müssen wie die von Adolf Loos.
Pyra.mov
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Ausflug zu einer 220 Jahre alten Land-Art: Nach Jahrzehnten als Ruine wurde dieses ungewöhnliche Gebäude restauriert. Es liegt unauffällig hinter dem Gutshof auf einem Hügel im verwilderten Landschaftspark des Grafen am Rande der Märkischen Schweiz. Die Anlage ist von erstaunlicher Dramaturgie; der Aufstieg ist ausdrücklich verboten, aber lohnt sich auf jeden Fall...
Wie man jetzt im Max-Planck-Institut für Bildungsforschung sehen kann ist die Architektengemeinschaft Fehling+Gogel völlig zu Unrecht in Vergessenheit geraten; ihr Sichtbetonexpressionismus ist von ganz eigener Art, bestenfalls gibt es Parallelen zu Scharoun, auch Elemente von Mendelsohn sind gelegentlich in ihrem Werk zu finden. Man betritt das nach jahrelanger Planung 1972-74 errichtete Gebäude durch einen unscheinbar niedrigen trichterartig angelegten Eingang- aber dann erlebt man eine echte Überraschung: die Treppenhalle erhebt sich in wüstem Zickzack über 4 Etagen, man wird förmlich hinaufgezogen. Die Ausstattung ist poppig, es bieten sich schöne Perspektiven zuhauf. 
Spontane Begeisterung für das zweite Album der Fuck Buttons/ Bristol.
Gaswerk2k.mov
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An diesem Wahlsonntag war herrliches Herbstwetter: Gelegenheit einen meiner Lieblingsplätze aufzusuchen; das Alte Gaswerk Friedrichsfelde. Enstanden kurz vor dem Ersten Weltkrieg steht der wie ein Dorf angelegte Komplex bereits seit Jahrzehnten leer. Alle Gebäude haben einheitliche Stilmerkmale: Ecklisenen, ovale Giebelfenster, bestimmte Zierklinkerfriese- andererseits hat auch jedes einen eigenen Charakter. Wohlproportioniert, erbaulich in jedem Fall erhaltenswert. Das Dach der 'Kirche' ist bereits teilweise eingestürzt; Bei aller Idylle muss mit Altlasten gerechnet werden: an mindestens einer Stelle roch es mir verdächtig teerig. Einige Bunkerartige Objekte befinden sich auch auf dem Gelände.
Auf dem Zechengelände General Blumenthal in Recklinghausen-Süd ist neben der imposanten Maschinenhalle noch ein kleines Abspannwerk übriggeblieben, vermutlich aus den frühen 30er Jahren. Es existieren schöne Details wie die Abluftlamellen, Betonbrüstungen und Regenrinnen. Die Stahlfenster wie auch sämtliche Kabel sind unvermeidlich den Altmetallhaien zum Opfer gefallen. Eine Umnutzung erscheint aufgrund der stadtnahen und gleichzeitig grünen Lage (direkt an einer kleinen abgedeckten Altlastenhalde) wünschenswert... Ecke Herner Str./Beckbruchweg gibt es noch ein Eingangsgebäude vom gleichen Architekten.
Die, man ist versucht zu sagen: planmässige Kampagne zur Auslöschung der industriellen Vergangenheit Castrop-Rauxels hat ein weiteres Opfer gefunden: die Hauptverwaltung der ehem. Gewerkschaft Victor. Erbaut in den frühen 50ern strahlte das Objekt eine geradezu düsseldorfer Mondänität aus, die in merkwürdigem Kontrast zum Standort im Bergsenkungs -Sumpfgebiet des nahegelegenen Beerenbruchs stand. Foyer in Natursteinen und goldexloxiertem Aluminium. Grosszügiger Konferenzraum. Ein atombombensicherer Pohlschröder Tresor im Keller, die Haustechnik auf dem Stand von 1990. Trotz des guten Zustandes fanden sich auch zum Preis von € 3.- keine Mieter. Dennoch erscheint der Abriss unnötig. Stilistisch ähnlich ein Gebäude auf dem Werksgelände und die Beamtenvillen an der Recklinghauser Str. Auf meinem Fotos von 2006 sieht man im Hintergrund einen Tisch auf dem ein liebevoll gestaltetes Modell der Werksanlagen steht: Bruchstücke davon fand ich nun im Bauschutt. Ein Akt des groben Vandalismus! Es wäre nicht sehr schwer gewesen, das an das Wirtschaftsarchiv in Münster weiterzuleiten.
Heute eröffnet die mit viel Vorschusslorbeeren bedachte kalkulierende Wissenmaschine Wolfram Alpha. Erster Eindruck: es wurde nicht zuviel versprochen, der Ansatz kann funktionieren und ist ausbaufähig. Bis jetzt dachte ich immer, dass die Visionen der Hypertext-Vordenker der 40er Jahre sich prinzipbedingt in überkomplexen Semantic-Web Strukturen verlaufen müssten- hier werden sie Realität: zum ersten Mal wird der hohe Anspruch umgesetzt, quantitatives Wissen unterschiedlichster Bereiche in Beziehung zu setzen und über ein klarsprachliches Interface zu erschliessen.
Art Deco in einem Booklet für die ausserordentlich seltene Selektive Elektrostatische Speicherröhre, um 1950
Zwischen A2 und Industriegebiet: das Tribünengebäude der Trabrennbahn Recklinghausen Süd. (Seit 2005 in Konkurs) Mit mondänem Anspruch in reinem Brutalismus um 1970 höchstwahrscheinlich vom Erbauer des Löhrhof Centers entworfen. Beides dürfte die längste Zeit gestanden haben; die Wasserschäden sind bereits beträchtlich.
Auf dem Flohmarkt Rathaus Schöneberg 3 Bücher mit reizvoller Seventies Typo gefunden. Zunächst: Dröhnende Hufe von Karoly Chemzö 1978/Ungarn. Denn das Heinrich-Böll-Buch hat eine Ausstattung von Heinz Edelmann und ist schwer zu reproduzieren... (Update: Identifont führt mit schlafwandlerischer Sicherheit zu der Schrift Macbeth Das Buch verwendet allerdings eine Thin Condensed Variante)
Mal wieder eine Stencil-Schrift als SVG- Graphics Handbook von Ken Garland, 1966